Teilnehmerinnen: Ceccarelli Barbara, Kämpfen Patrizia, Monnier Josiane, Niederberger Gabriela
Tourenleiter: Marco Zimmermann

Eigentlich wäre ja eine Tour auf den Gamserchopf und die Senggchuppa geplant gewesen. Genau dieses ‚eigentlich‘ sollte uns schlussendlich noch verfolgen und wird in den nachfolgenden Ausführungen entsprechend zelebriert. 😉

Im Vorfeld wurde bald einmal klar, dass auf unserer Route in der Höhe noch recht viel Schnee lag, der sich zu grossen Teilen noch nicht gut setzen konnte. Entsprechend wäre eine normale Hochtour recht mühsam und kräftezehrend gewesen, da man bei jedem Schritt fast knietief eingesunken wäre. Von daher mussten wir uns entscheiden, ob wir die Tour unter Zuhilfenahme von Schneeschuhen in Angriff nehmen oder ob wir eine Alternative anpeilen. Eine Umfrage unter den Angemeldeten zielte schlussendlich auf Zweiteres.

Eine eigentliche Hochtour in Firn und Eis wurde so zu einer Grattour. Denn als Alternative wollten wir über den SW-Grat auf das klein Furkahorn kraxeln und klettern.

Da die Wetterprognose eigentlich für den betreffenden Samstag am Nachmittag Gewitter ankündigte, war ein zeitiger Start angesagt. So trafen wir uns um 06:45 Uhr in Brig, mit dem Ziel um 08:00 Uhr auf dem Furkapass loslaufen zu können.

Die eigentliche Wetterprognose stellte sich dann aber als etwas ungenau heraus, sodass es, als wir uns trafen, doch recht kräftig zu regnen vermochte. Davon war jedoch am Vortag nie die Rede. Nichts desto trotz fuhren wir in Richtung Furkapass. Denn eigentlich war vorausgesagt, dass der Regen demnächst aufhöhrt.

Am Furkapass angelangt zeigte sich das Wetter leider nach wie vor von seiner nassen Seite. Da wir uns rutschige Kletterpartien an nassem Fels nicht antun wollten, entschieden wir uns, halt auf dem Normalweg das klein Furkahorn anzusteuern. Während den folgenden knapp zwei Stunden versuchten wir so gut es ging, Schneefelder zu umgehen und durch nichtumgehbare Schneefelder zu waten. Als wir auf dem Gipfel ankamen, zeigte sich dann schliesslich auch die eigentlich versprochene Sonne.

Dass wir eigentlich nicht bereits auf das Mittagessen hin wieder zu Hause sein wollten, fassten wir den Entschluss, einen Umweg über die Sidelenhütte zu nehmen. Der Abstieg über die geneigten Altschneefelder bereitete dann allen grosse Freude – egal ob stehend, sitzend oder liegend.

Der Weg zur Sidelenhütte führte über weite Strecken durch teilweise mühsamen Schnee, hat sich letztendlich jedoch gelohnt – nur schon wegen des Kuchens. Als Abstieg wählten wir dann einen anderen Weg, sodass wir querfeldein zurück zum Furkapass gelangten.

Die Alternative der Alternative zur eigentlich geplanten Firntour war schlussendlich ein lohnender Tagesausflug, ganz nach dem Motto ‚hauptsache draussen unterwegs‘. Eigentlich wie geplant, halt. Der Zwischenstopp mit Apéro in Gletsch rundete den Ausflug schliesslich noch perfekt ab.

Marco Zimmermann