Teilnehmer: Elias Schmidhalter, Josiane Monnier und Barbara Ceccarelli
Tourenleiter: Marco Zimmermann

Wir trafen uns am Freitag morgens in Brig, von wo aus wir mit dem PW über den Furkapass nach Intschi UR fuhren. Dort parkierten wir das Fahrzeug und nahmen die Seilbahn zum Arnisee. Von hier aus starteten wir den etwas länger gewählten Hüttenzustieg zur Kröntenhütte: Durch das Leutschachtal erreichten wir die Leutschachhütte, wo wir eine kurze Rast einlegten. Gestärkt stiegen wir dann den steilen und teilweise ausgesetzten Wanderweg zum Leidseepass hoch. Dort angekommen, entschieden wir uns, den daneben befindlichen Aussichtsgipfel Jakobiger mitzunehmen. Nach 45 Minuten waren wir wieder zurück beim Leidseepass und stiegen dann zur Kröntenhütte ab, wobei sich dieser Weg schliesslich doch recht in die Länge zog. Nach knapp 5 Stunden erreichten wir unser Tagesziel.

Am Samstag war um 04:00 Tagwacht. Um 04:45 Uhr starteten wir im Schein der Stirnlampen unsere Tour. Während es langsam Tag wurde, folgten wir dem Alpinwanderweg und stiegen immer weiter Richtung Glattfirn hoch. Bei diesem schliesslich angekommen, wehte ein doch ziemlich giftiger Wind. Dieser liess aber, nachdem wir uns ausgerüstet und danach in der 4er-Seilschaft den Gletscher betreten hatten, glücklicherweise nach. Der Gletscher befand sich in gutem Zustand, sodass wir einer guten Spur bis an den Fuss des Gross Spannort folgen konnten. Dort bildete sich aufgrund der zahlreichen Seilschaften etwas Stau. Nach kurzem Anstehen ging schliesslich die Kletterei, welche wir in zwei 2er-Seilschaften in Angriff nahmen, los. Es galt nun 4 Aufschwünge in schönem Felsen, die immer wieder durch Gehgelände abgetrennt waren, im dritten Grad zu erklettern, bis wir schliesslich um 10:00 Uhr bei bestem Wetter und grandioser Rundsicht am Gipfel standen.

Nach der Gipfelrast stiegen und seilten wir wieder an den Fuss des Gross Spannort ab. Damit wir nicht den gleichen Weg ins Tal nehmen mussten und dennoch wieder gut zu unserem PW gelangen konnten, wählten wir den Abstieg via Chüefadpass ins Meiental nach Gorezmettlen. Dieser Weg wird praktisch nur im Winter mit Ski begangen, für unseren Zweck war er jedoch dienlich. Der Weg zum Chüefadpass forderte nochmals die volle Konzentration, da ein brüchiges und steil abfallendes Schuttband zu passieren war. Nach der Ankunft beim Chüefadpass gelangten wir über den Chüefadfirn und folgend über Restschneefelder rutschend anfangs zügig talwärts. Die folgende steile Geröllhalde bei Rotgand war dann recht mühsam zu gehen, sodass wir froh waren, als wir in der Talebene endlich auf Wegspuren und später eine Fahrstrasse trafen. In Gorezmettlen bei der Sustenpassstrasse angelangt, nahmen uns auf Anhieb verdankenswerterweise zwei Fahrzeuge mit und chauffierten uns nach Intschi, wo wir bei Speis und Trank im Restaurant Schäfli auf die tolle Tour anstiessen. Schliesslich fuhren wir über den Furkapass wieder zurück nach Brig, wo eine gelungene Hochtour ihr Ende nahm.

Marco Zimmermann