Gebiet: Göscheneralp-Voralp
Ziel: Sustenhorn (Ostgrat)
Teilnehmer: Annemarie Stucky, Melanie Shudofsky, Andrea Alpiger.
Tourenleiter: Klaus Alpiger, Bergführer.

Programm

Freitag:
Start um 10.00 in Brig (OS-Parkplatz), Fahrt zur Göscheneralp bzw. bis zur Voralpkehre im Göschenertal.
Aufstieg von 700 Höhenmetern durchs Voralptal zur Voralphütte 2130 müM,, ca. 2.5 Std.
Angenehmer und nicht zu heisser Tag, Hütte ziemlich gefüllt.

Samstag:
Frühstück um 04.30, Start als letzte Gruppe von total 5 Seilschaften, nach 10 Minuten über die Voralpreuss auf die Westseite und über die deutliche Moräne zum Einstieg am Felsvorbau unterhalb des Flachensteinfirns. Mehrere Seillängen Schwierigkeit 2-3, teilweise blau markiert, dann über Wegspuren und Geröll zum aperen Gletscher, Steigeisen anziehen und anseilen, weiter oben schneebedeckt mit wenigen Spalten. Einstieg/Bergschrund auf ca. 2870 m.
Kletterei über 2 Seillängen à 20 m mit Schwierigkeitsgrad 4a-4c auf den eigentlichen Ostgrat, mit Bergschuhen recht schwierig, immerhin ca. 4 Bohrhaken!
Nun über den ganzen Ostgrat mit einigen kurzen Abweichungen auf die Nord- oder Südseite, meist sehr guter und griffiger Fels mit vielen natürlichen Sicherungsmöglichkeiten an Zacken und Ritzen, weniger Bohrhaken und blaue Markierungen als angekündigt, manchmal noch alte Schlaghaken.
Schwierigkeiten 3a-3c, kurze 4er-Stelle vor dem Gipfel (schlecht abgesichert).
Wenn man öfters Stand macht wie wir, brauchts ziemlich viel Zeit. Streckenweise konnten wir jedoch zusammen am kurzen oder längeren Seil gehen.
Ab Mittag zog zunächst wenig, dann immer mehr Nebel auf bis zur geschlossenen Nebeldecke. Leichter Wind und kühl mit Aufhellungen, durchdringende Sonnenstrahlen und Brockengespenst-Erscheinungen.
Um 16.15! auf dem Gipfel des Sustenhorns auf 3500 m, «Geburtstagsfeier» für Melanie,
Abstieg ab 16.30 über Normalweg, bzw. mit Steigeisen und angeseilt über den Steingletscher (halb Schnee, halb aper) zur Sustenlimi 3080 m. Weiter über aperen Brunnenfirn bis ca. 2940 m.
Losseilen und den steilen Moränenweg herunter zur Chelenalphütte, dort sind bereits alle am Nachtessen (volle Hütte), kurzer Halt und weiter ins Chelenalptal.
Andrea geht nun mit Autoschlüssel schneller voraus. Langer Weg auf und ab zum Göscheneralpsee, ab 20.30 zwingend mit Stirnlampe.
Kurzer Wiederaufstieg von 150 Meter bis «Auf den Berg» und schliesslich 250 Meter runter zum Staudamm des Göscheneralpsees (22.30 Uhr!)
Im Restaurant gibt’s nichts zu trinken, da geschlossene Gesellschaft! Nun kommt aber Andrea mit dem Auto auch schon rauf, Rucksäcke einladen und Schuhe wechseln und runter nach Göschenen zum Selectautomaten, um Trinken zu beschaffen. Rückfahrt ca. 2 Std. nach Brig

Es war eine anspruchsvolle alpine und mit langem Zu- und Abstieg sehr lange Klettertour.
Alle Teilnehmer mit sehr guter Kondition und Motivation und guter Gebirgstauglichkeit. Gratuliere!

Gamsen, 09.09. 2024, der Tourenleiter : K. Alpiger